Über Pflegeimmobilien wird meistens aus Investorensicht gesprochen: Rendite, Steuereffekt, Mietvertrag. Das ist verständlich – schließlich ist es eine Kapitalanlage. Aber es gibt eine zweite Perspektive, die mindestens genauso wichtig ist: Was passiert eigentlich vor Ort, wenn ein neues Landhaus entsteht?

Dieser Artikel zeigt den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fußabdruck einer Pflegeimmobilie – vom Spatenstich bis zum laufenden Betrieb. Denn Ihr Investment fließt nicht in ein abstraktes Finanzprodukt. Es fließt in Holz, Handwerk und Arbeitsplätze.

Phase 1: Der Bau – Aufträge für die Region

Ein exsos-Landhaus entsteht in Massivholzbauweise. Die Wand- und Deckenelemente werden in spezialisierten Werken vorgefertigt und vor Ort von eigenen Zimmerleuten montiert. Trotzdem bleibt ein erheblicher Teil der Wertschöpfung regional: Tiefbau, Fundamentarbeiten, Erschließung, Außenanlagen, Elektroinstallation und Sanitärtechnik werden in der Regel an lokale Handwerksbetriebe vergeben.

Für eine Gemeinde mit unter 8.000 Einwohnern – der typische Standort eines exsos-Landhauses – sind das spürbare Aufträge. Regionale Handwerksbetriebe, Elektriker, Tiefbauunternehmen und Gartenbaubetriebe profitieren direkt.

Die Investitionssumme eines typischen Landhauses mit 55 Pflegeplätzen und 16 Einheiten Betreutes Wohnen liegt bei mehreren Millionen Euro. Ein Teil davon fließt als Löhne, Materialbestellungen und Dienstleistungen direkt in die Region [1].

Wie exsos in Massivholzbauweise baut, welche Nachhaltigkeitszertifikate die Gebäude tragen und warum das für den langfristigen Werterhalt relevant ist, lesen Sie im Artikel Nachhaltigkeit bei Pflegeimmobilien: DGNB, KfW-QNG & Holzbau.

Phase 2: Der Betrieb – Dauerarbeitsplätze vor Ort

Sobald das Landhaus eröffnet wird, entstehen Dauerarbeitsplätze. Laut Statistischem Bundesamt beschäftigt eine stationäre Pflegeeinrichtung in Deutschland im Durchschnitt rund 50 Mitarbeitende [2]. Bei einem exsos-Landhaus mit 55 Pflegeplätzen liegt die Zahl ähnlich hoch.

Das sind Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Betreuungsassistenten, Hauswirtschaftskräfte, Verwaltungsmitarbeitende und Haustechniker. Viele davon kommen aus der unmittelbaren Umgebung – bei Victor's-Landhäusern liegt der Einzugsradius der Mitarbeitenden typischerweise bei maximal 15 Kilometern.

Dazu kommen 8 bis 10 Ausbildungsplätze pro Landhaus und Jahr. Victor's bildet Pflegekräfte selbst aus – mit eigenen Ausbildungsprogrammen und internen Qualitätsstandards. Für eine ländliche Region, in der junge Menschen sonst in die Stadt abwandern, ist das ein konkreter Beitrag gegen den Fachkräftemangel.

Wirtschaftlicher Fußabdruck eines Landhauses – auf einen Blick

Kategorie Typischer Wert
Dauerarbeitsplätze ca. 50–70 (Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Verwaltung)
Ausbildungsplätze pro Jahr 8–10
Lohnsumme pro Jahr (geschätzt) ca. 2–3 Mio. €
Regionale Zulieferer (Bau) Tiefbau, Elektro, Sanitär, Garten, Reinigung
Regionale Zulieferer (Betrieb) Lebensmittel, Wäscherei, Handwerk, Apotheke

Kaufkraft, Steuereinnahmen und Infrastruktur

50 bis 70 Arbeitsplätze bedeuten 50 bis 70 Haushalte mit regelmäßigem Einkommen. Die jährliche Bruttolohnsumme einer Pflegeeinrichtung dieser Größe liegt – konservativ geschätzt – bei 2 bis 3 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil davon wird lokal ausgegeben: im Supermarkt, beim Bäcker, in der Kita, beim Friseur.

Für die Gemeinde ergeben sich zusätzliche Steuereinnahmen: Einkommensteueranteile der Beschäftigten und Grundsteuer auf die Immobilie selbst.

In ländlichen Gemeinden mit rückläufiger Bevölkerung kann ein Landhaus den Unterschied machen zwischen einer Gemeinde, die schrumpft, und einer, die stabil bleibt. Denn Pflegeplätze ziehen auch Angehörige an, die ihre Eltern regelmäßig besuchen – und manchmal in die Nähe ziehen [3].

Mehr als Wirtschaft: Soziale Infrastruktur

Ein Landhaus ist nicht nur ein Arbeitgeber. Es ist ein Ort, an dem Menschen leben. Victor's-Landhäuser sind bewusst in die Dorfgemeinschaft integriert: Es gibt Kooperationen mit Kindergärten (generationenübergreifende Projekte), mit lokalen Vereinen und Kirchengemeinden. Der Gemeinschaftsraum steht für Veranstaltungen offen.

Laut der Generali-Altersstudie befürworten rund 64 % der über 60-Jährigen gemeinschaftliches Wohnen im Alter [4]. Das Landhaus-Konzept greift genau das auf: Keine anonyme Großeinrichtung, sondern eine überschaubare Gemeinschaft mit maximal 55 Pflegeplätzen – eingebettet in eine Region, in der man Nachbarn kennt.

Für Investoren mag das wie eine Randnotiz klingen. Aber es hat handfeste wirtschaftliche Konsequenzen: Ein Landhaus, das in der Region verwurzelt ist, hat höhere Belegungsquoten, zufriedenere Mitarbeitende und eine bessere Reputation. Das sichert langfristig Ihre Mieteinnahmen.

Warum ländliche Standorte trotz mancher Bedenken für bestimmte Investorenprofile attraktiv sind, lesen Sie im Artikel Pflegeimmobilien auf dem Land – Fluch oder Segen?.

Warum das gerade jetzt wichtig ist

Deutschland steht vor einer massiven Versorgungslücke. 5,69 Millionen Menschen waren 2023 pflegebedürftig [5]. Bis 2055 werden es rund 6,8 Millionen sein. Der ZIA rechnet mit einem Fehl von 2 Millionen altersgerechten Wohneinheiten bis 2040 [6]. Gleichzeitig fehlen heute schon Pflegekräfte – das Statistische Bundesamt prognostiziert einen Mangel von 280.000 bis 690.000 Pflegekräften bis 2049 [7].

Jedes Landhaus, das gebaut wird, ist ein kleiner Beitrag gegen diese Lücke. Nicht die Lösung, aber ein konkreter Baustein. Und für die Region vor Ort ist es häufig der sichtbarste.

Was exsos in die Region bringt

exsos baut nicht irgendwo. Die Standorte werden gezielt nach Bedarfsanalyse ausgewählt – dort, wo Pflegeplätze tatsächlich fehlen. Die Massivholzbauweise ermöglicht schnelle Bauzeiten bei hoher Qualität: DGNB-zertifiziert, KfW EH40 QNG-PLUS-Standard, Photovoltaik, Wärmepumpen, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Victor's als Betreiber bringt über 48 Jahre Erfahrung mit und sorgt für einen professionellen, langfristigen Betrieb. Die Mitarbeitenden werden überwiegend lokal rekrutiert und intern ausgebildet. Und mit cared4byexsos bleibt exsos auch nach Fertigstellung in der Verantwortung – für die Gewährleistung am Gebäude und die Unterstützung des Betreibers.

Fazit

Wenn Sie in eine Pflegeimmobilie von exsos investieren, investieren Sie nicht nur in eine Rendite. Sie investieren in 50 bis 70 Arbeitsplätze, in Ausbildung, in regionale Kaufkraft und in eine Infrastruktur, die eine ganze Gemeinde stärkt. Das ersetzt keine sorgfältige Kalkulation – aber es gibt Ihrem Investment eine Dimension, die kein ETF bieten kann.

Sie möchten erfahren, wo das nächste exsos-Landhaus entsteht und was es für die Region bedeutet? Wir zeigen es Ihnen – vor Ort oder im persönlichen Gespräch. Kontaktieren Sie uns.


Quellen und Nachweise

[1] Eigene Schätzung auf Basis der exsos-Projektdaten. Investitionsvolumen pro Landhaus im einstelligen Millionenbereich.

[2] Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2021 – Beschäftigte in stationären Pflegeeinrichtungen. https://www.destatis.de

[3] Bertelsmann Stiftung: Pflegereport 2030 – Regionale Versorgungslücken. https://www.bertelsmann-stiftung.de

[4] Generali-Altersstudie 2017: Gemeinschaftliches Wohnen im Alter. https://www.generali.de/altersstudie

[5] Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2023. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/12/PD24_478_224.html

[6] ZIA Frühjahrsgutachten: Versorgungslücke von 2 Millionen altersgerechten Wohneinheiten bis 2040. https://zia-deutschland.de

[7] Statistisches Bundesamt: Vorausberechnung Pflegekräftebedarf – 280.000 bis 690.000 fehlende Pflegekräfte bis 2049. https://www.destatis.de


Dieser Artikel ist Teil unseres Themenbereichs HEIMAT & PFLEGE – Gesellschaft, Region, Verantwortung: warum Pflegeimmobilien mehr sind als Rendite.